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Josephine Klier

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Krumbacher 26Juli2010.

Den SüSSigkeiten auf der Spur geblieben

Ausstellung im Stockerhof im Bezirksmuseum

Hammerschmiedemuseum Naichen

Freizeit-TIPP

Von den einen geliebt, von den anderen verflucht: Süßes! Und rund um das Thema der süßen Versuchung Schokolade und Co, befasst sich die diesjährige Sonderausstellung des Bezirks Schwaben im Stockerhof Naichen. Nicht nur das man in eine Art Historie verfällt, wenn man Werbung und Verpackungen von längst vergangenen Zeiten zu Gesicht bekommt, sondern dazu wird Wissenswertes über die süßesten Verführungen vermittelt. aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe, kam durch die industrielle Herstellung und den dadurch entstandenen Preisverfall 50 Jahre später zum gemeinen Volk und wurde zum täglichen Gegenstand im Haushalt. Und im Verlauf der Zeit, den ersten Würfelzucker gab es schon 1840, wurde der Zucker den menschlichen Bedürfnissen immer mehr angepasst.

Und über alle diese Dinge und darüber hinaus geht es in der Ausstellung Die süße Verführung Zucker, Schokolade und Co. Im Stockerhof in Naichen. Die Ausstellung zeigt Formen und Verpackungen, geht auf Geschichten von Konditoreinen wie jener der Fam. Zuckermayer aus Ichenhausen ein. Ein Buch in Originalhandschrift verfassten  Rezepten des in Krumbachs Hürben, im Wasserschloss Nach dem letztjährigen Schwein-Kram wo alles rund um die Sau ging, hat sich das Naturkundemuseum Oberschönenfeld, das in Naichen den Stockerhof und das Hammerschmiedemuseum als Außenstelle betreut, etwas Süßes einfallen lassen. Es geht um den Zucker schlecht hin, wo er überall zu finden ist und in welcher Vielfalt er aber auch Verwendung findet, als Zutat unentbehrlich ist.

Sicherlich auch zum Leidwesen Mancher, die aus gewichtigen und gesundheitlichen Gründen darauf verzichten müssen. Das vielfach auch Zuckerrohr oder in unseren mittelschwäbischen Breitengraden auch aus Zuckerrüben gewonnene süße Produkt hat immerhin einen Energiegehalt von 16,8 kJ pro Gramm. Jedoch wenig zum Vergleich von Alkohol (29,8 kJ) oder Fette (39,0 kJ). Wenn man bedenkt, die ersten Zuckerrohrfunde gehen zurück ins Jahr 8000 v. Chr. In Melanesien und Polynesien, gelangten 2000 Jahre später nach Asien und Persien und gelangten erst 1100 n. Chr. Über Kreuzfahrten zu uns nach Europa. Und das zunächst als Luxusgut für die reiche Bevölkerung angesehene Weiße Gold wurde um 1500 auf Plantagen angebaut. Bis dahin süßte das Fußvolk weiter mit Honig aus der Zeidlerei.

Dass auch die Zuckerrübe einen verwertbaren Zuckergehalt aufweist wurde erst 1747 entdeckt und so wurde 1801 die erste Zuckerrübenfabrik in Schlesien erbaut. Das weiße Gold, gewonnen tätigen Josef Ledwinka ist ebenso dank des Heimatvereins Krumbach zu sehen wie seine einst bekannten Hürbener Festbusserla. Mit Sicherheit wird sich hier manch alte Hausfrau wieder an eine Zeit zurück erinnern, wo sie noch eingeweckt hat. Der eine oder andere kennt auch noch den Brausesprudel oder die gesunden Getränke der Fa. Chabeso. Eine Reise in eine nostalgische Zeit – zugleich auch informativ – ist der Besuch dieser sehr gelungenen Ausstellung.

Öffnungszeiten: jeden Sonntag bis 7. November von 13 – 17 Uhr.

 

 

 

www.ihr-gesundheitscheck.de

 

Beratung – Training - Coaching

Dank sei dem Konjunkturpaket …

Durch dieses Projekt der Bundesregierung, dazu da in erster Linie die Wirtschaft anzukurbeln, kamen viele Kommunen und Trägerschaften in den Genuß von Zuschüssen um öffentliche Gebäude zu sanieren. Noch bis ins Jahr 2011 hinein sind so Handwerksbetriebe ausgelastet und können sich vor Arbeit gar nicht retten. Eines der vielen Gebäude in Krumbach ist das ehemaligen „Englische Institut“ an der Mindelheimer Straße. Der Bezirk Schwaben als Mietherr und Träger der Berufsfachschule für Musik hatte schon vor dem Konjunkturpaket mit einer Generalsanierung begonnen und dem Haus zu einem neuen Anblick verholfen. Um an die staatlichen Zuschüsse zu gelangen mussten neue energetische Maßnahmen durchgeführt werden. Doch wie es an alten Gebäuden üblich ist, so soll zum einen das Bild gewahrt bleiben und zum anderen Maßnahmen auch getroffen werden die jene Zuschüsse gerechtfertigten. Eine Kostenanalyse, wenn gleich hoch angesetzt, kann dennoch zum Fiasko führen wenn unvorhersehbare Probleme die Kosten sprengen. Somit kann es dann passieren das Pläne während der Bauphase mehrmals umgeschmissen werden müssen und am Ende sogar an Kleinigkeiten gespart werden muss.

 

Vielleicht auch so gewollt, damit man auch nach dem Paket noch lange nicht am Ende ist und weiter sanieren muss, dann allerdings rein zu Lasten den Kostenträger. Doch danach werden zwar Handwerker wieder verfügbar sein, aber das Geld fehlen um weitere Maßnahmen durch zu bringen. Denn das Geld des Staates ist unser aller Geld und nicht zuletzt auch der Kommunen und kommunalen Verwaltungen. Denn wie die Kanzlerin jetzt doch feststellen musste, die Konjunkturpakete und Abwrackprämien haben die Schuldenschraube nach oben drehen lassen und kosteten viel Geld. Der Wirtschaftskrise ein Garaus zu machen und den Euro zu stärken war ein Schuss nach hinten. Und dies nicht zuletzt auch weil der Staat seinen Gürtel deswegen nicht enger schnallt, die Kommunen und das Volk stärker belastet. Die kurze Freude des Geldsegens kann sich schlagartig aber auch ins Gegenteil umwandeln, was nicht zu hoffen ist, denn schnell sind öffentliche Gebäude geschlossen weil man sie nicht mehr verhalten kann …

 

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